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DIE GESCHICHTE VON CHOROSZCZ


Choroszcz, 12 km westlich von Białystok gelegen, ist eine der ältesten Stadtsiedlungen in der Region. Die ersten Erwähnungen über menschliche Anwesendheit stammen aus der Mesolit-Epoche. Hier im Dickicht, im Urwald war der Heilige Hain, wo die heidnische Bevölkerung dem slavischen Gott - Światowid auf dem nahe gelegenen Hügel, genannt Świtkowizna, Sieśkowizna oder später Babia Góra Gaben opferte. Die Kriege im 12. und 13. Jh. im polnisch-jatwiagisch-russischen Gebiet hatten den Urwald nicht ganz ausgerottet. Zeidler, Teerbrenner, Biberfänger und Holzfäller lieferten Honig, Wachs, Teer, Potasche, Holz und andere Gü-ter; davon kommen Namen vieler hiesiger Or-tschaften, wie: Przełajna Góra, Porosły, lzbiszcza, Złotoria oder Choroszcza.


Intensiver Ansiedlungsprozess begann hier nach der polnisch-litauischen Union, als der Verweser der Ländereien am Narew Fluss der Fürst Michał Zygmuntowicz viele Güter geschenkt hatte. 1437 beka-men Stanisław Ostosz und Mikołaj Myń das Landgut Rogowo und Piotr von Gumowo den in der Nachbar-schaft gelegenen Urwald genannt Choroszcza. Wahrscheinlich sollten auch damals andere Dörfer verschenkt werden, wo schließlich weitere Dörfer entstanden: Kruszewo, Śliwno, Izbiszcze, Konowały und Pańki. Ende des 15. Jhs. wurden von den Beam-ten aus Suraż Familien Klepaczewicze (Klepacze), Oliszki (Oliszki) und die Bojare aus Suraz angesiedelt. Der Bojare Stefan Czaplicz schenkte einen Teil seiner Güter dem Kloster in Supraśl, wo die Or-tschaft Gajowniki entstand.


Im Jahre 1459 stiftete Piotr Gumowski der Kirche in Choroszcz zwei Landgüter und 2 Schenken. Ende des 15. Jhs. ging Chorszcz in Besitz des Bojaren aus Kijev, des Wojewoden Iwan Chodkiewicz. Sein Sohn Aleksander arbeitete mit großem Schwung, baute Mühlen, Walkmühlen, brachte hierher die Ansiedler aus Ruthen und Masovien. Mit der Zeit entstanden in den Ländereien von Chodkiewicz solche Ortschaften, wie: Ruszczany, Zastawie, Sienkiewicze, Bar-szczewo, Jeroniki, Żółtki. Die Mönche errichteten hier eine orthodoxe Kirche und kümmerten sich um die Seelsorge bei der Griechisch-Orthodoxen-Bevölkerung. Im Jahre 1533 kehrte Choroszcz zur Chodkiewicz-Familie zurück. 1507, dank der Bemühungen von Aleksander, bekam der Ort vom König Zygmunt I. das Stadtrecht.


Im 16. Jh. blühte die Stadt auf. Vom 16. Jh. stammen die ersten Erwähnungen über jüdische Ansiedler. Choroszcz war damals das Zentrum umliegender Ländereien; durch viele Trakte war die Stadt mit be-deutenden Ortschaften von Podlassien verbunden. Hier fanden Ablassfeste und Märkte statt; das Religionsleben blühte. Der Ort war zu damaligen Zeiten eine ca. 200 Häuser und 1200 Bewohner zählende Stadt. 1587 brachte Anna Chodkiewicz als Aussteuer die Ländereien von Choroszcz für Paweł Pac. Ihr Erbe war Stefan Mikołaj Pac, der Wojewode von Troki und künftiger Bischof von Vilnus; er brachte 1654 den Dominikanerorden nach Choroszcz.


Es ist nicht bekannt, wie die Stadtbebauung im 16. und 17. Jh. aussah; das Leben sollte sicherlich im Zentrum, um den Markt konzentriert werden. Hier standen, die orthodoxe und die katholische Kirche, das Kloster und das Palast von Chodkiewicz, wo auch der Bischof von Vilnus Stefan Mikołaj Pac residieren konnte. Das 17. Jh. war tragisch für das Land Kriege, Seuchen und Feuer hatten auch Choroszcz nicht verschont. 1683 brannte die Stadt nieder - 600 Häuser, das Kloster und die orthodoxe Kirche. Im Jahre 1703 wurde die Ortschaft samt umliegenden Dörfern von Stefan Mikołaj Branicki abgekauft. Der nächste Brand hatte die Stadt völlig zerstört.


Im Jahre 1709 gingen die Ländereien von Choroszcz in Besitz des Großhetmanen der Krone Jan Klemens Branicki, dieser erbaute hier seine Sommerresidenz und daneben die Barockkirche mit dem Dommikanerkloster; er hatte auch ein Hospital und eine gemauerte orthodoxe Kirche gestiftet. In dieser Zeit sollte auch das Hofvorwerk errichtet werden, wo Tischdecken, Dochte, Garn und Wolle gefertigt wurden. Um den Markt standen die Kirche, das Kloster, das Rathaus mit 6 Krambuden jüdischer Kaufleute, das Bethaus mit jüdischer Schule. 1771 zählte die Stadt 126 Gründstücke, davon gehörten 43 den Juden. Das bekannteste Getränk damaliger Zei-ten war Bier, das in Choroszcz in 15 Brauereien gebraut wurde.


Nach dem Tode des Hetmanen gingen die Ländereien um Choroszcz samt Landgut Rogowo in die Hände der Fürstin Izabela Branicka. Bis zur III. Teilung Polens gehörte Choroszcz zum Bezirk Grodno in der Wojewodschaft Troki. Nach der III. Teilung wurde die Stadt dem preußischen annektierten Gebiet zugeteilt und nach dem Frieden in Tilsis im Jahre 1807 gehörte sie dem russischen Gebiet. Im 18. Jh. zählte der Ort nach der preußischer Volkszählung 584 Einwohner (darunter 156 Juden), 122 Häuser, 4 Straßen, 9 Schenken, 8 Brauereien, 8 Brennereien, 7 Geistige, 4 Polizisten und 1 Regiment der Bosnier von Günther - 6 Männer.


Nach dem Tode der Fürstin gingen die Ländereien von Choroszcz in die Familie Komar; ein Teil wurde dem Landgut der Magnatenfamilie Potocki zugeteilt und bald für Tadeusz Mostowski verkauft. Der Ansatz der Textilmanufaktur im Landgut der Gräfin Mostowska war 1840 der Anfang der größten in der Region Textilfabrik. Parallel mit der industriellen Entwicklung änderte sich auch nationale und konfessionelle Struktur der Einwohner. Auf die gesamte Zahl der Einwohner 1512 im Jahre 1886 fallen 765 Juden, über 300 Katholiken, ca. 200 Protestanten (Fachleute in der Fabrik) und ca. Griechisch-orthodoxe. Das Fabrikstädtchen existierte unabhängig; es besaß 20 Produktions und 11 Wohnhäuser, Schule, Bäckerei, 2 Geschäfte, Apotheke und evangelisches Bethaus.


1839 wegen Beteiligung am Novemberaufstand wurde der Dominikanerorden aufgelöst. Nach dem Aufstand wurde im Kloster russische Schule eingerichtet: hier wohnte auch der Pfarrer der Orthodoxe Pfarrgemeinde. Im Jahre 1865 wurde die hölzerne orthodoxe Kirche zerlegt; eine neue - 1878 eingeweiht. Die nahe Anhöhe, genannt Galgen, war die Hinrichtungsstelle 11 Aufständischen von 1863 und am Weg nach Zastawie wurden 3 Aufständischen von Zarensoldaten ermordet. Dank der Bevölkerung von Choroszcz hatte man in den Jahren 1913-1924 im Friedhof eine Kapelle errichtet; 1989 wurde auf der erwähnten Anhöhe das Denkmal eingeweiht.


Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges brachte das Ende der Fabrik. Von 5000 Einwohnern vor dem I. Weltkrieg wohnten 1921 in Choroszcz nur noch 2405. Die Zwischenkriegsjahre bildeten eine neue Etappe in der Stadtgeschichte. Dank Dr. Zygmunt Brodowicz wurde 1930 auf dem Fabrikgelände das Psychiatrische Krankenhaus errichtet, das heute noch eine wesentliche Rolle im Leben der Stadt spielt.


Der II. Weltkrieg war tragisch. In der Zeit der sowjetischen Okkupation wurde in den Jahren 1939-1941 ein Teil der Patienten nach Russland gebracht. 1941 kamen die Nazis in die Stadt und hatten im nahe gelegenen Wald in Nowosiółki 464 Kranke und Behinderte erschossen. Die Massengräber beherbergen ca. 4000 Opfer: Zivilbevölkerung, Partisanen, viele Priester und Nonnen, die in den Jahren 1941-1944 ermordet wurden. Die Nachkriegsjahre brachten die Renovierungsarbeiten im Branicki-Palast, in dem sich heute das Museum der Palastinnenräume befindet.