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DIE SOMMERRESIDENZ VON JAN KLEMENS BRANICKI MUSEUM DER PALASTINNENRÄUME


In gewisser Entfernung von Białystok, im Palast, das der Sitz vieler Landesherren sein könnte, befindet sich in Choroszcz ein Landhaus. Außer Frankreich hatte ich nirgends so etwas Gemütliches gesehen. Appartements, Gärten, Teiche, das alles hat den Charakter vollkommener Eleganz."


- mit diesen Worten beschrieb der französische Diplomat Pierre Henin, einer der zahlreichen Gäste des Hetmanen, die Sommerresidenz von Jan Klemens Branicki.



Die Residenz wurde etappenweise errichtet. Das ursprüngliche Palais wurde wahrscheinlich 1725-1730 auf einer künstlichen von Kanälen umgebenen Insel erbaut. Das auf sumpfigem Boden gebaute Gebäude verfiel schnell und 1757 ließ Branicki es zerlegen; an dieser Stelle sollte ein neues fast identisches erbaut werden. Da das Palast nicht zu groß und komfortabel genug war - lediglich 22 Räume - begann man neue Pavillons zu bauen, zuerst für Gäste und in den Jahren 1760-1763 zwei weitere Häuser: Gästehaus mit Schlafzimmer und die Küche mit Speisesaal. Die ganze Anlage wurde durch zwei kleine Gebäude an der Einfahrt zum Schlosshof ergänzt: die Häuser von den Wächtern und dem Hausmeister.


Ständigen Änderungen unterlag auch die ganze Gartenparkanlage zu derer Gestalt der französische Ingenieur Pierre Ricaud de Tirregaille beitrug. Die Hauptachse bildete der über 400 m lange Kanal, der mit einer künstlichen Erhebung Parnas endete. Der in der Nähe des Palastes gelegene Garten unterlag den steifen räumlichen Regeln des französischen Parks; er ging dann aber in wilde Dickicht über. Die Anordnung der Hauptwasserwege im Park, ihre Lage dem Palast gegenüber, Anordnung der Alleen und der Aussichtsstellen, das alles knüp-fte an die frühere räumliche Entwürfe von Andre Le Nôtre'a, dem Architekten von Ludwig XVI.


Die angekommenen Gäste begrüßte der Hetman mit großem Schwung.



In der Sommerresidenz waren viele Diplomaten, Politiker und Künstler jener Epoche zu Gast. Hier jagte König August III. samt Hof. In Choroszcz weilte auch König Stanisław August Poniatowski der Schwager von Jan Klemens Branicki. Das Leben im Palais wurde von Gebrüdern Józef Ignacy Kraszewski im Roman ,,Hetmans Sünden" und Kajetan Kraszewski im "Bartochowski" beschrieben. Es war zur Tradition in Choroszcz geworden, den Geburtstag von Izabella von Poniatowski zu feiern.


Die Pracht der Residenz dauerte leider nicht lange und nach dem Tode der beiden Branickis wechselte sie ihren Besitzer. Im Jahre 1840 nahm Christian Moes die schon verfallene Grundbesitz in Pacht, um auf diesem Gelände eine Textilfabrik zu bauen. Manche Gebäude wurden niedergerissen, viele wurden neu erbaut. Das Palast selbst wurde gründlich umgebaut. Der Park änderte auch sein Aussehen; es wurden zählreiche neue Baumgattungen eingepflanzt, neue Alleen gelegt. Der ursprüngliche Charakter war verschwunden.



Der Krieg im Jahre 1915 zerstörte das Palais, die Pavillons und teilweise Fabrik-Gebäude. Erst in den sechziger Jahren wurde mit der Renovierungsar-beiten am Schloss anhand der Messzeichnungen aus dem 18. Jh. begonnen; die Sanierungsarbeiten wurden auch im Park unternommen, um die authen-tische Alleen -und Kanälenanordnung treu wiederzugeben.


Nachdem die Bauarbeiten durchgeführt worden waren, errichte man hier das Museum der Palastinnenräume. Die ursprüngliche Ausstattung aus der Branicki-Zeit ging nach dem Tode von Izabella im Jahre 1808 verloren. Es sind nur noch die Kaminplatten mit dem Wappen von Branicki und Poniatowski erhalten geblieben, die jetzt im Museum zu sehen sind.


Im Erdgeschoss sind die Möbel, Gemälde und kleinere Kunstgegenstände ausgestellt. Unter den Gemälden besonders bemerkenswert sind die Bildnisse der Könige: August III. und Stanisław August Poniatowski, sowie auch vom General Stanisław Mokronowski. Der erste Stock mit anderer Raumeinteilung, zeigt die Ausstellung der Stilmöbel aus der Wende vom 18. zum 19. Jhs. und aus der ersten Hälfte des 19. Jhs., darunter besonders wertvoll im Chippendale-Stil, vor allem der Kartentisch "Karciak". Die Möbelausstellung wird mit Skulpturen aus Bronze und Marmor, Porzellan Gegendständen von berühmten europäischen Herstellern, antiken Uhren, Leuchtern und Teppichen ergänzt.