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AMAZONIEN POLENS - DER NAREW-NATIONALPARK


Betrachtet man die Landkarte von Choroszcz, so fällt ein dichtes Netz von Flussarme und Altwässer der Narew auf, das sich von der Ortschaft Izbiszcze bis nach Ruszczany erstreckt. Das ist ein Abschnitt vom Sumpftal der Narew, durchsetzt von einem Netz unzähliger verästelter Flussarme, wie man das sonst nur im Delta großer Flüsse findet. Diesartige Wasseranlage ist dadurch zu erklären, dass der Fluss hier einige Moränenerhebungen aus der Zeit der mittelpolnischen Vereisung durchläuft; diese verlaufen quer zur Talachse, was zur Änderung der Flussrichtung von Westen bei Izbiszcze bis nach Osten bei Pańki und Rogowo beiträgt, um schließlich bei Żółtki nach Norden zu verlaufen. In der Talsohle kommen Durchbrüche mit Stromschnellen vor, die den Durchfluss von Wasser hemmen, so wie Becken mit Talsohle, die im Vergleich zu den sie abtrennenden Schwellen wesentlich tiefer liegt. In diesen Becken sammelt sich das Fluss- und Grundwasser, was schließlich Versumpfung und Torfablagerung zu Folge hat.



Gerade im Jahre 1985 im Talabschnitt von Suraż bis Żółtki und in der umliegenden Hochregion wurde der Narew-Landschaftspark ins Leben gerufen. Am 1. Juli 1996 kraft der Anordnung vom Ministerrat wurde ein Teil des Narew-Sumpftals vom Damm Rzędziany-Pańki bis nach Suraż in Schutz genommen, indem der Narew-Nationalpark gegründet wurde.



Sein Reichtum ist die Vielfalt der mit 46 Gruppen vertretenen Pflanzendecke, vorwiegend mit Wasser- und Sumpfpflanzen. Diese differenzierte Umwelt begünstigt auch eine Vielzahl der Vögel, von denen hier 200 Gattungen, davon 154 Brutvögel, registriert wurden. Unter ihnen werden jährlich seltene und äußerst seltene Gattungen festgestellt, wie: Rohrdommel, 3 Gattungen der Weihen, Tüpfelsumpfhuhn, Kleines Sumpfhuhn, Doppelschnepfe, Wachtelkönig, Rothalstaucher oder Uferschnepfe. Der Narew-Nationalpark ist der Standort der Wasser - und Sumpfvögel.


Eins der interessantesten Naturgebiete im Park, in der Gemeinde Choroszcz ist ein Talabschnitt zwischen Kruszewo, Kurowo und Radule. Den Eingang ins Talinnere ermöglicht der noch bestehende Wegdamm zur gesprengten Brücke ,,Zerwany Most" in Kruszewo. Der Brückenkopf ist eine perfekte Aussichts - und Raststelle.


Dieses Jahrtausende lang gebildete Gewässersystem wurde teilweise infolge der in den siebziger und achtziger Jahren am Narew Fluss durchgeführten Begradigungsarbeiten zerstört. Die Aufrichtung der Flusssohle, ihre Verbreitung und Vertiefung hatten zu radikalen Umweltänderungen geführt der Senkung des Wasserspiegels im Fluss und in den umliegenden Gebieten.


Seit dieser Zeit ist das sumpfige Flusstal um den meliorierten Teil zwischen Rzędziany und der Mündung des Ślina flusses vermindert. An Stelle der Sumpfböden sind extensiv genutzte Wiesen entstanden. Leider wird ein Großteil davon infolge der Trockenlegung innerhalb der nächsten Jahre ständig degradiert und sogar durchs Feuer zerstört. Das schon erwähnte Gebiet am Fluss entlang vom Sumpfwald Sosnowiec auf dem Gebiet des Pańki Dorfes benötigt Renaturalisierung, die ursprüngliche Gewässerverhältnisse wieder bringt.


Seit einigen Jahren bemühen sich die Parkverwaltung und Vogelschutzorganisationen, Grundböden abzukaufen und die vom Hauptkanal abgeschnittene Altwässer durchzustechen. Dieses frü-her von den Landwirten nicht akzeptierte Anliegen findet heutzutage ihre Akzeptanz. Die Bauern sehen die immer andauernde Degradierung von vertrockneten Gebieten im Tal bei Ruszczany, Rogowo oder Rzędziany; daher entscheiden sie sich ihre Grundstücke im Tal zu verkaufen, damit die Natur dort geschützt werden könnte.


Innerhalb des Narew-Nationalparks befindet sich das 1619 ha große Gebiet in der Gemeinde Choroszcz, das zu den Dörfern Pańki, Kruszewo und Izbiszcze gehört. Die Gründung vom Nationalpark lässt die Hoffnung hegen, dass dadurch seltene ökologische Gewässer- und Sumpfsysteme mit ihrem Reichtum an Flora und Fauna erhalten bleiben.


Auf dem Gebiet der Gemeinde Choroszcz gibt es 11 Naturdenkmäler, die sich unter anderen Naturgebilden durchs hochbetagte Alter, imposante Ausmaße, Kultur- Geschichts- und Landschaftswert auszeichnen. Nachstehend wird das Verzeichnis der Naturdenkmäler in der Gemeinde Choroszcz dargestellt:















NrNaturdenkmalNrOrt
1Birkbaum1159Kosciuki
2Ulme1154Kosciuki
3Ulme1153Kosciuki
4Felsblock1156Sliwno
5Felsblock1155Sliwno
6Ulme1158Kosciuki
7Ulme696Choroszcz
8Baumgruppe: 5 Linden697Kosciuki
9Kiefer509Kosciuki
10Baumgruppe: 3 Wacholder510Kosciuki
11Baumgruppe: 5 Eichen, Esche432Zlotoria

Zu den Kultursehenswürdigkeiten gehören vor allem die Baudenkmäler. Der Katalog "Architektur- und Baudenkmäler in Polen. Wojewodschaft Białystok" von 1992 beinhaltet 129 Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde Choroszcz. Bedeutendere und wertvollere mit dem historischen städtebaulichen System von Choroszcz verbundene Denkmäler wurden einzeln in diesem Reiseführer beschrieben. Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen folgende Objekte:



  • Holzhaus Nr. 17 vom 19. Jh. in Czaplino
  • Holzwindmühle von 1928 in Gajowniki
  • Holzhaus vom 19. Jh. in Klepacze, Kolejowastraße 1
  • Mauerkapelle vom 19. Jh. in Kościuki
  • Holzhaus Nr. 4 vom 19. Jh. in Kościuki
  • Mauerkapelle vom 18-19. Jh. in Kruszewo
  • Holzhaus Nr. 51 vom 19. Jh. in Kruszewo
  • Ruine der Holländer Windmühle von 1936 in Kruszewo
  • Hofanlage vom 19. Jh. in Nowosiółki
  • 3 Holzspeicher vom 19. Jh. in Oliszki
  • Holzhäuser Nr. 24 und 71 vom 19. Jh. in Pańki
  • Steinhofstall von 1843 in Rogowo
  • Holzhäuser Nr. 4 und 38 vom 19. Jh. in Rogowo
  • Holzhaus Nr. 6 vom 19. Jh. in Rogówek
  • Mauerhaus vom Assessorgrenzschutz des Weltreichs Russland und des Königsreichs Polen vom 19. Jh. in Żółtki
  • Mauerhaus Nr. 46 vom 19. Jh. in Żółtki.

Eine Ergänzung des Verzeichnisses bilden die heute noch in vielen Dörfern bestehende Holzbauernhöfe und mit Stroh bedeckte Häuser, Windmühlen, Kreuze am Wege und Kapellen, als auch hohe auf Wiesen stehende Heumieten - eine malerische Ergänzung der Landschaft.


Ein eigenartiges Erlebnis in dieser Region sind auch die Flussfahrten mit traditionellen Booten, den sogenannten "pychówki". Mit diesen Booten wurde früher Heu gefahren; sie dienten zugleich zum Netzangeln, was heutzutage verboten ist. In der heutigen Zeit werden die Boote vorwiegend von Anglern und Sumpf- und Vogelfans benutzt; sie können damit in aller Ruhe durch das "Amazonien Polens" fahren und die Natur in ihrer vollen Pracht genießen; dies ist mittlerweile zu einer attraktivsten Form der Fachtouristik geworden, die von der Parkverwaltung und dem Sumpf-Touristikbüro "Bird Service" mit seinem Sitz in Waniewo gepriesen wird. Man kann vermuten, dass in naher Zukunft in nächsten Dörfern am Narew Fluss weitere touristische Punkte gebildet werden, was der hiesigen Bevölkerung die Kasse klingeln lässt und vor allem aber ihre Anteilnahme am Naturschutz im Narew-Nationalpark steigert.